7 Mythen über die Schwangerschaft – und was wirklich dran ist

Eine Schwangerschaft ist für werdende Eltern eine der einschneidendsten Erfahrungen überhaupt. Kein Wunder, dass jede Menge Weisheiten und Ratschläge rund um diesen Lebensabschnitt kursieren. Mythos oder Fakt? Hier sind die sieben größten Irrtümer über Zeugung, Geburt und Stillzeit – und was nach aktuellem Kenntnisstand wirklich stimmt.

#1 Frauen können sofort spüren, ob sie schwanger sind

Ist der Kinderwunsch groß, wird bei der Zeugung nichts dem Zufall überlassen. Vom perfekten Timing bis zum optimalen Setting: Diesmal hat es ganz sicher geklappt, ist manch eine Frau gleich nach dem Liebesakt überzeugt und meint, bereits erste Anzeichen zu spüren. Ist das tatsächlich möglich? Fragt man Mediziner, so müssen sich werdende Eltern mindestens acht bis zehn Tage gedulden. So lange dauert es in der Regel nämlich, bis sich die befruchtete Eizelle ihren Weg in die Gebärmutter gebahnt und einen Platz zum Einnisten gefunden hat. Erst jetzt verändert sich der Hormonspiegel der Frau und körperliche Veränderungen sind erkennbar.

#2 Eltern haben Einfluss auf das Geschlecht des Kindes

Wenn es um die Familienplanung geht, kann sich kaum ein Elternpaar von Wunschvorstellungen frei machen: Da sieht sich der werdende Vater bereits mit seiner Tochter im Schlepptau oder die zukünftige Mutter mit ihrem Sohn auf dem Arm. Glaubt man den vielen Artikeln im Netz, so lässt sich der Traum mit ein wenig Nachhilfe realisieren: Der Mond soll Einfluss auf das Geschlecht des ungeborenen Kindes haben können, ebenso wie das Wetter, die Sexstellung, das Alter der Mutter oder die Gene des Vaters. Doch auch wenn einige Faktoren möglicherweise im Zusammenhang mit dem Kindsgeschlecht stehen, statistisch nachweisen konnten Wissenschaftler dies bislang nicht.

#3 Schwangere Frauen sollten sich schonen

Der Bauch wächst, der Rücken schmerzt, die Energie lässt nach: Eine Schwangerschaft ist für die meisten Frauen kein Spaziergang. Kein Wunder, dass es lange hieß, Schwangere sollten sich möglichst wenig bewegen und zum Wohl von Mutter und Kind schonen. Inzwischen aber sind viele positive Effekte von moderater sportlicher Aktivität vor und nach der Geburt nachgewiesen: So könnte eine gute Grundfitness beispielsweise die Entbindung und das Wochenbett erleichtern, das Problem der Inkontinenz eindämmen, die Rückbildung verkürzen und die Psyche aufhellen. Wichtig ist natürlich, dass die werdende Mutter ihr Sportpensum und die Intensität an ihr Schwangerschaftsstadium anpasst. Frauenärzt:innen und Hebammen können hier individuelle Tipps geben – lieber einmal mehr um Rat fragen!

#4 Frauen müssen jetzt für zwei essen

Manche Frauen überkommen in der Schwangerschaft plötzliche Gelüste und ein scheinbar unbändiger Hunger. Kein Wunder, schließlich ist die werdende Mutter nicht mehr alleine. Sie muss für zwei essen, oder etwa nicht? Nicht ganz: Aufgrund der Entwicklung des Babys 

können Schwangere die ersten drei Monate wie gewohnt essen. Erst ab dem vierten Monat sollten es im Schnitt 250 Kalorien pro Tag mehr sein. Wichtiger noch als die Menge ist jedoch die Qualität der Nahrung: Gesunde, vollwertige Mahlzeiten mit ausreichend Mineralstoffen und Vitaminen ist für die Gesundheit von Mutter und Kind entscheidend. Zudem ist es wichtig, regelmäßig zu essen und genügend Wasser oder ungesüßten Tee zu trinken.

#5 Lieber kein Sex in der Schwangerschaft

Hat es endlich geklappt mit der Befruchtung, herrscht nach leidenschaftlichen Monaten im Schlafzimmer bei vielen Paaren von jetzt auf gleich Flaute im Bett. Insbesondere Männer haben Angst, ihrem ungeborenen Kind beim Geschlechtsverkehr zu schaden. Erst kurz vor der Geburt greifen einige Eltern in spe zur Wunderwaffe Sex: Er soll schließlich die Wehen auslösen können. Wissenschaftlich belegt ist bislang nichts von beidem. Sex in der Schwangerschaft ist erlaubt, solange Mann und Frau sich wohl damit fühlen.

#6 Pro Kind verliert die Mutter einen Zahn

Der Besuch beim Zahnarzt ist für die meisten ein Graus, nicht nur für Schwangere. Sie aber fürchten sich zum Teil noch mehr. Schließlich soll jedes Kind die Mutter einen Zahn kosten. Reiner Mythos: Zwar klagen viele schwangere Frauen über empfindliche Zähne und Zahnfleischbeschwerden, doch bei guter Mundhygiene muss niemand um das Gebiss bangen. Es ist empfehlenswert, in der Schwangerschaft auf eine ausreichende Kalciumzufuhr zu achten und die Kontrolltermine beim Zahnarzt wahrzunehmen.

#7 In der Stillzeit können Frauen nicht schwanger werden

Wer stillt, ist vor einer erneuten Schwangerschaft geschützt? Ein großer Irrtum: Ob eine Frau schwanger werden kann oder nicht, hängt von ihrem Zyklus ab. Bei vielen stillenden Müttern setzt die Periode verzögert ein, doch eine Garantie gibt es nicht. Jeder Körper ist zudem anders und nicht immer ist die Menstruation gleich stark. Wer also auf Nummer sicher gehen und die nächste Schwangerschaft noch ein wenig hinauszögern will, sollte  stets verhüten.

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