Erstausstattung fürs Baby – was wirklich sinnvoll ist

Wechselbodys, Windeleimer, Wickeltasche: Was brauchen Babys und Eltern in der ersten Zeit? Die Listen im Netz dazu sind oftmals lang. Doch zur Beruhigung: Für den Start braucht es nicht viel. Was nützlich ist und was weniger – hier gibt es eine Übersicht.

Rundum gut verpackt

Hauptsache, bequem: In den ersten Wochen tragen Babys fast ausschließlich langärmelige Bodys, Strampler, Jäckchen, Hosen mit breitem, flexiblem Bund und Erstlingssöckchen. Wickelbodys und Oberteile, die vorn oder seitlich geschlossen werden, sind für Neugeborene am angenehmsten, Strampler und einteilige Schlafanzüge mit Reißverschluss oder Knopfleiste im Schritt lassen sich schnell schließen. Winterbabys können zudem einen gefütterten Schneeanzug oder einen Overall aus Wollwalk mit Hand- und Fußschutz gebrauchen. Eine Mütze mit Bändchen, damit nichts verrutscht, bewahrt das Köpfchen an kälteren Tagen vor dem Auskühlen – an heißen Tagen als leichtes Modell mit Nackenschutz und Schirm vor der Sonne. Tipp: Da Babys ihre Körpertemperatur noch nicht selbst regulieren können und über den Kopf viel Wärme verloren geht, sollten sie in der ersten Zeit auch zu Hause ein leichtes Mützchen tragen.

Alles für Babys erste Mahlzeiten

Ein Stillkissen sorgt dafür, dass es beim Füttern alle bequem haben. Spezielle Still-BHs – am besten zwei bis drei zum Wechseln – geben der gewachsenen Brust Halt, Stilleinlagen fangen überschüssige Milch auf. Falls es mit dem Stillen nicht klappt oder sich die Eltern das Füttern partnerschaftlich mit der Flasche teilen möchten, sollte ein Starter-Set aus Handmilchpumpe, Ersatzsauger, Fläschchen, Flaschenbürste und Pre-Milch her. Fürs Bäuerchen nach dem Essen sind Mullwindeln die idealen Spucktücher. Davon darf es übrigens gern ein ganzer Stapel von zehn bis zwölf Stück in verschiedenen Größen sein – denn im Kinderwagen werden die Tücher zur schützenden Unterlage und im Sommer zur dünnen Decke. Eingerollt ins Tragetuch können sie dem Babykopf außerdem als Stütze dienen.

Was fürs Wickeln wichtig ist

Vor allem für Eltern ist eine Wickelkommode bequem – notfalls geht es aber auch ohne. Mit einer gefütterten Wickeldecke und weichen Moltontüchern als Auflage oder auch einfach ein paar flauschigen Handtüchern ist ein Platz auf dem Boden am sichersten. Auf eine Wärmelampe oder einen Heizstrahler können Eltern verzichten. Stattdessen lieber den Wickelplatz auf der Waschmaschine im Bad einrichten: Das lässt sich meist schnell hochheizen, wenn es doch mal etwas frischer ist. Außerdem ist Wasser zum Waschen des Babys immer in der Nähe. Auch eine Wickeltasche oder einen Windeleimer, der in kleinen Räumen viel Platz frisst, benötigen die wenigsten. Die Windeln einmal am Tag im Hausmüll zu entsorgen, reicht völlig. Alles Nötige für unterwegs findet genauso gut im abgetrennten Fach eines Rucksacks Platz oder lässt sich in einem Beutel an den Kinderwagen hängen.

Schlaf, Kindlein, schlaf

Ob das Baby im Elternbett, einem Beistellbettchen oder einem eigenem Babybett am besten schläft, entscheidet sich oft erst im gemeinsamen Alltag. Für die Nacht reichen für Sommerbabys dünne ärmellose Schlafsäcke, beispielsweise aus Musselin. Für Winterbabys dürfen es gern langärmelige, gefütterte Modelle sein. Ein Babyphone stellt sicher, dass Eltern ihr Kind hören, wenn es aus dem Schlaf hochschreckt. Liegen Wohnzimmer und Schlafplatz des Babys nah beieinander, ist ein offener Türspalt ausreichend, um Geräusche wahrzunehmen. Nach einer Weile dürfen Babys tagsüber für kurze Zeit in der Wippe sitzen. Manche schlafen darin sogar ein – für viele Eltern eine Erleichterung im trubeligen Alltag. Ähnliches gilt für den Schnuller. Vorsorglich einen zu Hause zu haben, beruhigt. Vor dem ersten Einsatz empfiehlt sich jedoch die Rücksprache mit der Hebamme.

Eine Portion Pflege – für Kind und Mutter

Zu Beginn sind wunde Brustwarzen durchs Stillen keine Seltenheit. Es schadet deshalb nicht, für die Anfangszeit eine spezielle Salbe mit Wollfett, Lanolin genannt, zu besorgen. Tipp: Individuell abgefülltes Lanolin aus der Apotheke ist deutlich günstiger. Den Zweck beim Kauf dazu nennen. Für die Pflege von Neugeborenen reichen Frottee- oder Moltonwaschlappen zum Wechseln, lauwarmes Wasser und etwas Mandelöl. Wer mag, kann ins Badewasser ein paar Tropfen Muttermilch geben, Shampoo oder Duschgel sind nicht nötig. Übrigens: Statt in einer Babywanne lassen sich Neugeborene wunderbar – und für die Eltern viel bequemer – im Waschbecken baden. Gegen einen wunden Po hilft Wund- und Heilsalbe speziell für Babys. Auch der abgekühlte Sud von Schwarztee und Heilwolle in der Windel wirken lindernd. Beides kann der Mama auch bei wunden Brustwarzen Erleichterung verschaffen.

Mobil mit Baby: von Kinderwagen bis Babyschale

Manche Eltern schwören auf einen Kinderwagen, andere kommen problemlos mit einem Tragetuch oder einer Babytrage aus. Wenn möglich, alles anschauen, ausprobieren und gezielt auswählen, was am besten zum persönlichen Alltag passt. Eine Tragejacke oder ein Tragecover halten das Baby im Winter warm. Oft passen Neugeborene auch unter den – locker geschnittenen – Mantel. Ansonsten lässt sich zum Schutz vor der Kälte ein Wollschal vorn um die Trage binden und hinter dem eigenen Rücken knoten. Eltern mit Kinderwagen benötigen im Winter einen Kinderwagensack. Ein Lammfell – alternativ ein passgenau zugeschnittenes Stück Isomatte – in der Liegewanne verhindert, dass das Baby von unten auskühlt. Wichtig: Um das Kind nach der Geburt im Auto mitnehmen zu dürfen, ist eine anschnallbare Babyschale Pflicht. Für Wenigfahrer:innen kann es sinnvoll sein, erst einmal im Bekanntenkreis einen Sitz auszuleihen oder sich mit anderen Eltern eine Babyschale zu teilen.

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