Nomen est omen: Die Suche nach dem passenden Namen

Manche Eltern sind sich sofort einig, andere diskutieren noch Wochen nach der Geburt, wie ihr Kind heißen soll. Bis wann ein Name feststehen muss, was dem Gesetz nach erlaubt ist und wohin der Trend geht: Hier gibt es Wissenswertes und Inspiratives zu schönen Babynamen.

Eine kleine Namenskunde

Bist du eine kleine Mia oder doch eher eine Luise, ein Ben oder ein Elias? Um durch die Bauchdecke die erste persönlichere Bindung aufzubauen, diskutieren Eltern schon früh über einen passenden Vornamen für ihr Baby. Manche legen sich noch vor der Geburt fest. Andere warten lieber, bis sie ihr Kind zum ersten Mal gesehen haben oder im Wochenbett etwas kennenlernen konnten. Die Entscheidung hat Zeit, aber nicht unendlich viel. Innerhalb eines Monats nach der Geburt muss der Vorname für ein Kind beim Standesamt eingetragen werden – gedacht ist er in der Regel für ein ganzes Leben. Wer sich nur schwer entscheiden kann: Zweitnamen sind mehrere möglich und der:die Namensträger:in kann, was den eigenen Rufnamen angeht, frei zwischen allen standesamtlich eingetragenen Namen wählen.

Die beliebtesten Babynamen

Während sich viele werdende Eltern für ihr Kind einen besonderen Namen wünschen, setzen andere auf zeitlose Klassiker. Für sie können Bücher mit Vornamen oder Namenslisten im Netz eine tolle Möglichkeit sein, sich inspirieren zu lassen und etwas Passendes für ihr Baby zu finden – anderen nutzen Sammlungen und Namens-Rankings eher als Entscheidungshilfe dafür, welcher Vorname es nicht werden soll. Die Gesellschaft für deutsche Sprache sammelt in jährlichen Top-10-Listen die Namen, die in den vergangenen Jahren am häufigsten vergeben wurden. Daneben erfasst Hobby-Statistiker Knud Bielefeld Daten aus Standesämtern und Geburtskliniken in ganz Deutschland, um die beliebtesten Vornamen herauszufinden. Seine Ergebnisse für 2020: Mia, Emilia und Hannah führen die Hitliste der Mädchen, Noah, Ben und Matteo die der Jungen an.

Lebe lieber ungewöhnlich: ausgefallene Vornamen

Internationale Promis wie Gwyneth Paltrow, Kanye West und Christina Aguilera sind dafür bekannt, besonders kreativ zu werden, wenn es um die Vornamen des Nachwuchses geht. Sie haben ihre Kinder Apple, Chicago oder Summer Rain genannt. In Deutschland ist das zum Wohl der Kinder nicht so einfach möglich. Zum Beispiel ist gesetzlich vorgeschrieben, dass der gewählte Name fürs Baby klar als Vorname erkennbar sein muss. Er darf normalerweise kein Familienname sein, kein weitverbreiteter Orts- oder Markenname und keinen Titel wie Prinz oder Herzogin enthalten. Das Kind mit seinem Vornamen lächerlich zu machen, ist nach deutschem Recht verboten. Auch das religiöse Empfinden der Mitmenschen darf mit der Namenswahl nicht verletzt werden. Negative Verbindungen – wie bei Judas oder Kain – müssen Eltern vermeiden. In Ausnahmefällen ist es möglich, bei exotischen Namen persönliche Beweggründe darzulegen und auf ein positives Urteil zu hoffen. In erster Instanz kann ein:e Standesbeamt:in den gewünschten Vornamen ablehnen, wenn dem Kind dadurch Schaden entsteht. Weiter geht es vorm Amtsgericht. Hier eine kleine Auswahl an ausgefallenen Vornamen, die in der Vergangenheit tatsächlich zugelassen wurden: Rapunzel, Schokominza, Sheriff und Fanta. Letzteres ist ein in Westafrika häufig vorkommender Vorname für Mädchen.

Vornamen mit Bedeutung

Hallo mein Sternchen! In Deutschland scheiden Koseworte als Vornamen normalerweise aus. Umso schöner kann es für Eltern sein, Namen für ihr Kind auszuwählen, die eine besondere Bedeutung mitbringen, den Charaktereigenschaften ihres Babys entsprechen oder etwas Wertvolles mit auf den Weg geben. So bedeutet Clara zum Beispiel „Die Leuchtende“, Florian „Der Blühende“ und Vivian „Die Muntere“. Madita – als Kurzform von Margarete – heißt übersetzt „Perle“, Noam „Lieblichkeit“ oder „Milde“ und Valentin „Der Starke“. Esther stammt aus dem Altpersischen und bedeutet „Stern“.

Unisex-Vornamen: Ein Name für alle

Einige Eltern wollen sich bei der Geburt von dem Geschlecht ihres Kindes überraschen lassen – und überlegen einfach einen Namen, der für alle funktioniert. Laut einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts darf ein Vorname seit 2008 geschlechtsneutral sein. Wichtig bleibt, dass mit der Namenswahl das Kindeswohl gewahrt bleibt. So darf ein Vorname dem Kind nicht die Möglichkeit nehmen, sich mit dem einen oder anderen Geschlecht zu identifizieren – einem Jungen einen Vornamen zu geben, der eindeutig weiblich gelesen wird, ist demnach nicht erlaubt. Schöne Unisex-Vornamen, die immer mehr zum Trend werden, sind zum Beispiel: Toni, Luca, Robin, Mika, Andrea, Jona, Sascha oder Elia.

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